4 selbstgemachte Pasta-Klassiker

Schon die Ludolfs wussten, dass Nudeln Alleskönner sind. Laut Peter Ludolfs „Liebeserklärung an die Nudel“ kann man Nudeln im Winter, im Sommer, morgens, abends, kalt, warm, im Urlaub oder beim Picknick essen. Wir zeigen dir nun, wie leicht man Nudeln selber machen kann und welche 4 Klassiker zu welcher Soße passen.

Dafür brauchst du:

Für den Teig:

  • 400 g Hartweizenmehl
  • 4 Eigelb
  • 1 Ei
  • 4 TL Olivenöl
  • 4 TL Wasser

Außerdem:

  • ca. 20 Zahnstocher
  • Klebeband
  • Bilderrahmen
  • Feinstrumpfhose
  • Kleiderbügel

Für die Ricotta-Füllung:

  • 200 g Ricotta
  • 2 Eigelb
  • 30 g geriebenen Parmesan 
  • 20 g Semmelbrösel
  • Salz, Pfeffer
  • Rosmarin
  • Basilikum
  • Petersilie

Für die Tomatensoße:

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 80 g Tomaten
  • 100 ml passierte Tomaten
  • 1 EL Basilikum
  • Salz, Pfeffer

Für die Sahnesoße:

  • 10 g Butter
  • 100 ml Sahne
  • Zitronenabrieb von einer Zitrone
  • geriebenen Parmesan
  • Pfeffer und Petersilie

Für die Pesto-Variante:

  • 10 g Butter
  • grünes Pesto aus dem Glas
  • Pinienkerne und Parmesan 

Für die Ravioli:

  • 25 g Kirschtomaten
  • Parmesan
  • 1 Handvoll Rucola

So geht es:

1.) Als Erstes musst du den für alle Pasta-Sorten gleichen Teig herstellen. Dafür brauchst du Hartweizenmehl, welches du haufenförmig auf eine glatte Arbeitsfläche gibst. Forme mit deinen Fingern eine Mulde in die Mehlmitte, gib die 4 Eigelb und das Ei hinein und verquirle das Ganze behutsam mit einer Gabel. Füge etwas Olivenöl und Wasser hinzu. Jetzt vermischst du alles mit dem Mehl und knetest die Masse zu einem gleichmäßigen Teig. Packe diesen in Frischhaltefolie ein und lass ihn im Kühlschrank eine Stunde ruhen. Danach schneidest du den Teig in 4 Teile, so hast du für jede Pasta-Sorte ein Viertel Teig zur Verfügung.

2.) Für die Castellane brauchst du jetzt das erste Teig-Viertel. Rolle mit einem Nudelholz den Teig platt und schneide mit einem Messer erst längs und dann quer Teigstreifen zurecht. Nun brauchst du Klebeband und Zahnstocher. Klebe ca. 20 Zahnstocher auf das Klebeband und streue Mehl darauf. Drücke nun die kleinen Teigstücke auf das Zahnstocher-Bett und rolle sie hin und her, sodass sie eine geriffelte Oberfläche bekommen.

3.) Jetzt sagen wir dir, wozu man die Damenstrumpfhose benötigt. Ziehe sie auf einen Bilderrahmen ohne Rückwand. Lege die frisch hergestellte Castellane auf die Mitte, so kann sie gut trocknen.

4.) Für die 2. Variante – die Farfalle-Nudeln – benötigst du nur ein Nudelholz, ein Messer und eine Gabel. Rolle das zweite Teig-Viertel aus, schneide gleich große Rechtecke aus dem Teig und drücke an zwei Seiten mit einer Gabel ein Muster in den Rand. Mit zwei Fingern kannst du die typische Form von Farfalle-Nudeln formen. Auch diese Pasta gibst du zum Trocknen auf die Strumpfhose.

5.) Wie bei den ersten beiden Pasta-Varianten rollst du für die Tagliatelle erneut ein Teig-Viertel mithilfe eines Nudelholzes aus (wenn du kein Nudelholz besitzt, tut es auch eine leere Weinflasche). Nun rollst du den Teig ein, sodass du eine lange dünne Teigrolle erhältst. Schneide gleich große Stücke ab und wickele sie wieder aus. Hänge die langen Teigstreifen auf einen Kleiderbügel: Sie müssen nun mindestens 24 Stunden trocknen.

6.) Für die 4. Variante – Ravioli – musst du das letzte Viertel des Nudelteigs, den du am Anfang hergestellt hast, noch einmal halbieren. Rolle den Teig wieder auf der Arbeitsfläche aus. Vermenge alle Zutaten für die Ricotta-Füllung und gib sie mit einem Löffel auf den ausgerollten Teig. Bestreiche die Zwischenräume auf dem Teig mit Eigelb und lege die andere Hälfte des Teiges als ausgerollte Decke obendrauf. Schneide mit einem Messer gleich große Vierecke aus und drücke mit einer Gabel alle vier Seiten nochmals zusammen.

7.) Nachdem du jetzt weißt, wie man diese vier Pasta-Klassiker selbst herstellst, zeigen wir dir noch, welche Soßen am besten dazu passen. Die Castellane kann man hervorragend zu einer einfachen Tomatensoße essen. Brate eine Schalotte und eine Knoblauchzehe, beide klein gehackt, in einer Pfanne an. Gib noch klein geschnittene und passierte Tomaten hinzu, würze die Mischung mit Pfeffer, Salz und Basilikum. Gib alles auf einen Teller und streue etwas Parmesan obendrauf.

8.) Für die Farfalle in Sahnesoße brauchst du nur Butter, Sahne, eine Zitrone, Parmesan und Petersilie. Vermenge alles in einer Pfanne – und fertig sind die Schmetterlings-Nudeln.

9.) Pesto hat man eigentlich immer im Haus, oder? Erhitze ein kleines Stück Butter in der Pfanne, gib die Tagliatelle und das Pesto hinein und schwenke alles in der Pfanne. Ein paar geröstete Pinienkerne und geriebener Parmesan runden das Gericht ab.

10.) Die Ravioli mit Ricotta-Füllung passen perfekt zu Kirschtomaten, Rucola und Parmesan.

Wozu noch fertige Pasta kaufen, wenn es doch eigentlich so einfach ist, sie selbst herzustellen? Es schmeckt nicht nur besser, sondern beim Kochen fühlt man sich auch noch wie bei einer italienischen Nonna in der Toskana. Pasta la vista, Baby!

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