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Das sollten Hobbybäcker wissen: So ersetzt du frische Hefe mit Trockenhefe

Wenn Backzutaten fehlen, sollte man wissen, wie man sie austauschen kann. Erfahre hier, wie du frische Hefe und Trockenhefe ersetzen kannst!

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Wenige Tage vor Heiligabend wird noch einmal kräftig gewirbelt in der Weihnachtsbäckerei. Die Plätzchen gehen zur Neige, es will also Nachschub produziert werden, damit auch der süße Hunger über die Feiertage gestillt wird. Doch, oh Schreck, einige Zutaten neigen sich dem Ende entgegen, zum Einkaufen bleibt keine Zeit. Wenn man jetzt nur wüsste, wie man fehlende Backzutaten austauschen kann! Was sind etwa die Unterschiede zwischen Trockenhefe und frischer Hefe, und wie kann man die eine mit der anderen ersetzen?

Trockenhefe und frische Hefe ersetzen: Tipps zum Umrechnen und Austauschen

Hefe ist ein Pilz, also ein einzelliger Mikro-Organismus, der nicht nur fürs Backen verwendet wird. Die verschiedenen Hefepilzarten finden beispielsweise auch beim Brauen von Bier Verwendung. In der Küche allerdings kommt der Hefepilz Saccharomycetaceae zum Einsatz. Damit er wachsen kann, muss er mit Stärke und Zucker „gefüttert“ werden.

Haben wir heutzutage die Wahl zwischen Trockenhefe und frischer Hefe, war es früher üblich, lediglich mit frischer Hefe zu backen. Das Gemisch aus Hefe und Wasser wurde schon damals in Blöcken à 42 Gramm angeboten. Das hat einen praktischen Grund: Ursprünglich presste man Hefe zu Blöcken von 500 Gramm Gewicht, die dann in zwölf Würfel geschnitten wurde – jeder mit einem Gewicht von 42 Gramm. Diese konnte man dann handlich direkt in der Bäckerei erwerben.

Wie lange ist Hefe haltbar?

Dank neuer Technologien war es im Laufe der Zeit möglich, der frischen Hefe das Wasser zu entziehen und daraus die sogenannte Trockenhefe herzustellen. Ihr Vorteil: Sie ist deutlich länger haltbar als der frische Hefewürfel und kann ohne großen Aufwand gelagert werden. Während sich frische Hefe im Kühlschrank maximal zwei Wochen hält, kann man das Pulver aus dem Tütchen bei Zimmertemperatur mehrere Monate aufbewahren. In einer Tüte Hefe befinden sich übrigens immer sieben Gramm, was 2 Teelöffeln entspricht.

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Trockenhefe oder frische Hefe: Welche erzielt die besseren Ergebnisse?

Ob sich nun trockene Hefe oder frische Hefe besser zum Backen eignen, an dieser Frage scheiden sich die kulinarischen Geister. Die Verfechter frischer Hefe sind der festen Überzeugung, mit ihr würde ein Teig besser aufgehen und einen intensiveren, etwas süßen Geschmack bekommen. Fans von Trockenhefe wiederum schwören auf die genauere Dosierung. Am besten, du probierst selbst aus, mit welcher Variante du besser backen kannst.

Trockene und frische Hefe umrechnen

Möchtest du frische Hefe mit trockener Hefe ersetzen – das Gleiche klappt selbstverständlich auch andersherum –, musst du dich lediglich an folgende Faustregel halten:

  • 1 Hefewürfel = 2 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Päckchen Trockenhefe = 1/2 Hefewürfel

1 Päckchen Trockenhefe besitzt also die gleiche Triebkraft wie ein halber Hefewürfel. Aber das Backtriebmittel kannst du nicht nur in Würfeln und Päckchen umrechnen, sondern auch direkt in Gramm. Dabei gilt:

  • 1 g Trockenhefe = 3 g frische Hefe
  • 7 g Trockenhefe = 21 g frische Hefe
  • 10 g Trockenhefe = 30 g frische Hefe