Ein Muss in der Adventszeit: selbst gemachter Stollen

Also wenn es eines gibt, das kulinarisch in jede Adventszeit gehört, dann ist das ein Christstollen. Zu keinem anderem Zeitpunkt schmeckt er so gut wie zur Weihnachtszeit. Natürlich kannst du den Stollen in jedem beliebigen Supermarkt kaufen. Jedoch kann man ihn auch recht einfach selbst zubereiten. Außerdem ist ein Christstollen aus eigener Herstellung auch eine nette Geschenkidee.

Dafür brauchst du:

  • 500 g Weizenmehl, Typ 550
  • 100 ml Milch
  • 42 g Hefe, frisch, 1 Würfel
  • 275 g zimmerwarme (Süßrahm-)Butter
  • 75 g feinen Zucker
  • 1 Tüte Vanillezucker
  • 5 g Salz
  • Abrieb von der Zitrone
  • 300 g Rosinen
  • 80 ml Rum
  • 75 g gehackte Mandeln
  • 50 g kandierte Zitronenschale
  • 25 g kandierte Orangenschale
  • 50 g flüssige (Süßrahm-)Butter, zum Bestreichen
  • 2 EL Zucker, zum Bestreuen
  • 200 g Puderzucker, zum Bestäuben
  • 1 TL Speisestärke, zum Bestäuben

So geht es:

1.) Wasche zunächst die Rosinen, tropfe sie ab und lege sie in einem verschließbaren Behälter in Rum ein. Lasse die Rosinen mindestens 24 Stunden durchziehen. Der Rum sollte komplett aufgesogen sein. Schüttele den Behälter gelegentlich.

2.) Am nächsten Tag kannst du den Stollen zubereiten. Gib das Mehl in eine Schüssel und drücke eine tiefe Mulde hinein. In diese Mulde gießt du die Milch und bröselst anschließend die Hefe hinzu. Verrühre die Hefe-Milch-Mischung mit gerade so viel Mehl, dass ein weicher Vorteig entsteht. Dieser wird noch mit etwas Mehl bestreut und je nach Temperatur der Milch 30 bis 90 Minuten gehen gelassen. Das Volumen muss sich deutlich vergrößern und die Mehloberfläche „rissig“ werden.

3.) In der Zwischenzeit überbrühst du die gehackten Mandeln mit kochendem Wasser, lässt sie ca. 5 Minuten ziehen und dann gut abtropfen. Wenn der Vorteig aufgegangen ist, fügst du die zimmerwarme Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale hinzu. Knete den Stollenteig gut durch und lass ihn anschließend 30 Minuten gehen.

4.) Gib jetzt gehackte Mandeln, kandierte Orangen- und Zitronenschalen und die Rosinen in den Teig und knete sie unter. Jetzt kannst du den Ofen schon einmal auf 180 bis 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

5.) Forme nun mit deinen Händen den Stollen in seine typische Form. Sollte der Teig durch die Rum-Rosinen zu feucht geworden sein, kannst du ruhig noch etwas Mehl hinzugeben.

6.) Lege den Teigstollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, bestreiche ihn mit kaltem Wasser, ritze ihn in der Mitte längs mit einem Messer ein und schiebe das Blech für 60 Minuten in den Ofen. Drehe die Gradzahl auf 170 °C herunter. Achte darauf, dass der Stollen nicht zu dunkel wird, sonst wird er zu trocken. Ist er zu hell, kann es sein, dass er innen noch nicht richtig durch ist.

7.) Nachdem du den Stollen aus dem Ofen geholt hast, bestreiche ihn mit flüssiger Butter und bestreue ihn mit Zucker. Bewege den Stollen nicht, er ist wahrscheinlich noch sehr zerbrechlich. Stelle den Stollen auf dem Blech am besten wieder in den ausgekühlten Ofen. Am nächsten Tag bestäubst du den Stollen kräftig mit einer Puderzucker-Stärke-Mischung. Die Stärke verhindert, dass der Puderzucker gelb wird.

Falls du den Stollen verschenken möchtest, packst du ihn am besten in einen Stollenschlauch. Klarsichtfolie oder Alufolie tun es aber natürlich auch. Entgegen vielen Meinungen muss der Stollen nicht 2 bis 4 Wochen ruhen, bevor er verspeist wird. Nach 2 bis 3 Tagen kann man ihn bereits essen. Wir empfehlen ca. 1 Woche Wartezeit. Und nun wünschen wir viel Freude beim Verschenken oder beim Eigenverzehr. Eine schöne Adventszeit!

Hier findest du das Rezept für den Weihnachtsmann-Hefezopf aus dem Bonusvideo.

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