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Fischstäbchen bei Stiftung Warentest: Beliebte Marken erreichen enttäuschende Ergebnisse

Wie gut sind Fischstäbchen? Dieser Frage hat sich die Stiftung Warentest angenommen und verschiedene Produkte unterschiedlicher Hersteller auf den Prüfstand gestellt.

Fischstäbchen Stiftung Warentest: 3 Fischstäbchen auf einem Teller mit Remoulade und Zitronenspalten.
© stock.adobe.com/ Corinna Gissemann

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Fischstäbchen sind vor allem für Eltern eine beliebte Methode, ihren Kindern ab und an Fisch „unterzujubeln“. Die panierten und frittierten Sticks schmecken sogar den Kleinsten, in Kombination mit Kartoffelbrei und Gemüse wie Erbsen oder Salat sind sie ein echter Klassiker. Dass der mit Teig ummantelte Fisch nicht unbedingt die gesündeste Variante ist, diesen zu verzehren, nimmt man da gerne in Kauf. Nachdem Ökotest das Fertigprodukt bereits im vergangenen Jahr unter die Lupe genommen hatte, hat nun auch Stiftung Warentest Fischstäbchen geprüft. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Stiftung Warentest prüft Fischstäbchen: Nur 2 sind „gut“

Insgesamt testeten die Prüfer 19 verschiedene Fischstäbchen. Auf den Testtellern landeten elf klassische Fischstäbchen, vier Backfischstäbchen und vier vegane Stäbchen. Darunter befanden sich sowohl Markenprodukte als auch Eigenmarken von Supermärkten und Discountern.

Von den Fischstäbchen bei Stiftung Warentest erhielten nur zwei Produkte die Note „gut“: Testsieger Frosta und Zweitplatzierter Alnatura. Acht Produkte konnten ein befriedigendes Ergebnis erzielen, neun sicherten sich lediglich ein „ausreichend“. Das Schlusslicht bildeten die veganen Stäbchen der Rewe Eigenmarke „Beste Wahl“ und die Fischstäbchen von „Ja!“, die man ebenfalls bei Rewe im Sortiment findet.

Die Prüfer bemängelten unter anderem den hohen Schadstoffanteil in elf Produkten. Zwar sei das Fleisch selbst nicht belastet, die Tester fanden jedoch erhöhte Schadstoffmengen in der Panade. Der Grund: Der Fettschadstoff 3-MCPD entsteht beim Erhitzen von Pflanzenöl, etwa beim Frittieren. Er steht im Verdacht, möglicherweise krebserregende Stoffe zu bilden, es gelten Grenzwerte. Diese wurden in zwei getesteten Produkte – von Rewe und Iglo – nicht nur erreicht, sondern sogar überschritten. Zwar könne eine Belastung nicht komplett vermieden werden, aber Hersteller können auf Öl-Filtersysteme zurückgreifen, wie es etwa der Testsieger tut.

Die vegane Alternative von Kaufland wiederum lag über dem Grenzwert für gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe. Hier lässt sich aufgrund der Produktionswege eine Verunreinigung ebenfalls nicht vollständig ausschließen, etwa durch den Kontakt mit Schmieröl. Sie betrifft häufig auch andere Lebensmittel.

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Woraus bestehen die Fischstäbchen im Test?

Stiftung Warentest kritisierte überdies, dass etwa die Panade der Fischstäbchen von Iglo 51 Prozent, also mehr als die Hälfte, des Produkts ausmachte.

Bis aus ein Produkt, das aus Seelachsfilet bestand, waren alle herkömmlichen Fischstäbchen aus Alaska-Seelachfilets. Die veganen Alternativen wiederum wurden aus Weizen, Soja, Reis oder Jackfrucht und Gemüse hergestellt. Sie konnten die Prüfer geschmacklich allerdings nicht überzeugen. Laut den Testern schmeckten sie nicht nach Fisch.

Ein weiterer Kritikpunkt, der allerdings die Backfisch-Produkte betrifft: Der notwendige Fischanteil von 65 Prozent erreichte keines der Stäbchen.