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Waldmeistersirup selber machen: So wird er besonders aromatisch

Waldmeistersirup selber machen: So schmeckt der Frühling! Wir zeigen dir, wie du den leckersten, aromatischsten Sirup zubereitest.

Waldmeistersirup selber machen: zwei Flaschen Waldmeistersirup auf einem Tablett, daneben einige Zweige Waldmeister
© stock.adobe.com/Oksana Schmidt

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Waldmeister ist ein beliebter Geschmacksgeber, den viele Menschen mit dem Frühling in Verbindung bringen. Viele kennen ihn als grellgrünen Sirup in der Berliner Weiße oder Maibowle. Wir zeigen dir heute, wie du frischen Waldmeistersirup selber machen kannst, der viel feiner und aromatischer schmeckt als die gekaufte Version. Komm, wir gehen in den Wald!

Waldmeistersirup selber machen geht ganz leicht

Wer momentan durch lichte Laubwälder geht, kommt um ein ganz besonderes Kraut nicht herum. Es wächst zwischen den Bäumen durch gefallenes Laub hindurch und sprenkelt den Waldboden grün und weiß. Es verströmt einen leichten, heuartigen Geruch. Die Rede ist natürlich von Waldmeister. Die Pflanze, die auch „Vanille des Waldes“ genannt wird, ist verantwortlich für eines der liebsten Aromen der Deutschen. Mit ihm werden Gummibärchen, Bowle, Bier, Limonade und Desserts aromatisiert, gerne in einer giftgrünen Farbe. Wir wollen heute Waldmeistersirup selber machen, der es wirklich in sich hat.

Aber Moment, Waldmeistersirup selber machen, kann das nicht gefährlich werden? Ja und nein. Denn Waldmeister enthält Cumarin, einen Stoff, der auch in Cassia-Zimt oder Tonkabohnen enthalten ist. Cumarin kann in großen Mengen schädlich sein. Aber eben nur in großen Mengen. Genau wie du eben keinen Teelöffel Zimt auf einmal essen solltest, verhält es sich mit Waldmeister: Die Dosis ist entscheidend. Übrigens: In geringen Mengen kann Waldmeister sogar gegen Kopfschmerzen helfen

Waldmeistersirup selber zu machen ist einfach, braucht aber etwas Zeit. Der Waldmeister muss zunächst etwas welken, um seinen Geschmack voll zu entfalten. Du kannst ihn entweder 24 Stunden liegen lassen oder vier Stunden einfrieren und danach auftauen. Binde ihn dann zusammen und hänge ihn in den Zuckersirup, sodass die Stielenden herausragen. Das Ganze muss nun zwei Tage ziehen. Rühre dabei täglich mit dem Waldmeister ein wenig im Sirup herum, damit sich kein Schimmel bilden kann. Danach kochst du den Sirup nochmals auf und füllst ihn in sterile Flaschen.

Dieser Sirup ist übrigens farblos. Waldmeistersirup selber machen heißt, auf den sonst gerne verwendeten grünen Farbstoff zu verzichten. Hängst du an der Farbe, füge einige Tropfen grüne Lebensmittelfarbe hinzu.

Deinen Waldmeistersirup kannst du verwenden, um eine richtig leckere Maibowle herzustellen. Auch eine kalte Ente, die klassischen Zitronen-Bowle, kannst du gut damit aufpeppen. Oder darf es doch lieber ein Kirsch-Hugo sein?

Waldmeistersirup selber machen: zwei Flaschen Waldmeistersirup auf einem Tablett, daneben einige Zweige Waldmeister

Waldmeistersirup

Nele
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Zubereitungszeit 10 Minuten
Welk- und Ziehzeit 2 Tage 4 Stunden
Gesamtzeit 2 Tage 4 Stunden 10 Minuten
Portionen 2 Flaschen

Kochutensilien

  • 2 Flaschen, je 400 ml

Zutaten
  

  • 8 Stängel Waldmeister
  • 1 kg weißer Zucker
  • 800 ml Wasser

Zubereitung
 

  • Binde die Waldmeisterstiele zusammen und lege sie für 4 Stunden ins Gefrierfach.
  • Koche den Zucker mit dem Wasser auf, bis ein klarer Zuckersirup entstanden ist. Nimm diesen vom Herd und lass ihn abkühlen.
  • Hände den Waldmeister kopfüber in den Sirup, sodass sie Stiele herausragen. Lass das Ganze 2 Tage ziehen. Rühre dabei gelegentlich um.
  • Koche den Sirup nach zwei Tagen nochmals auf und fülle ihn heiß in saubere Flaschen.