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Nonnenfürzle: schwäbisches Gebäck für närrische Tage

Die dürfen bei keiner närrischen Veranstaltung dieser Tage fehlen: schwäbische Nonnenfürzle. Luftig-leichter Brandteig, ausgebacken im heißen Fett, gewälzt in Puderzucker oder Zimt und Zucker. Da greifen alle Jecken gerne zu!

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Heute wird mit der Weiberfastnacht die Hochphase der närrischen Tage eingeläutet und an vielen Orten in Deutschland Karneval, Fastnacht, Fasnet oder Faslam gefeiert. Die passende Verpflegung darf da natürlich nicht fehlen. Klassiker wie Nonnenfürzle begeistern alle Jahre wieder – wir zeigen dir, wie du das süße Schmalzgebäck selber machen kannst.

Naschen mit Tradition: Nonnenfürzle

Nonnenfürzle, auch „Nonnenfürzchen“ genannt, sind ein traditionelles Gebäck, das vor allem im Schwabenland und im Allgäu in der Faschingszeit beliebt ist. Im moselfränkischen Sprachraum ist das süße Schmalzgebäck auch als „Mäusjer“ (Mäuschen) bekannt. Das köstliche Gebäck, das oft mit dem französischen Pendant „Nonnettes“ verglichen wird, hat seinen Ursprung in den Klöstern des Mittelalters.

Eine Anekdote besagt, dass die Nonnen in den Klöstern die übriggebliebenen Zutaten zu einem einfachen, aber köstlichen Gebäck verarbeiteten, das aufgrund seines luftigen und fluffigen Charakters als „Fürzle“ bezeichnet wurde. Die Bezeichnung „Nonnen“ wurde hinzugefügt, um die Verbindung mit den Ursprüngen zu verdeutlichen. Es ist auch möglich, dass der Name auf die Art und Weise, wie das Gebäck beim Backen aufgeht und kleine Blasen bildet, zurückzuführen ist, die an das Geräusch von kleinen „Fürzchen“ erinnern könnten.

Nonnenfürzle werden typischerweise aus einem einfachen Brandteig hergestellt. Du kannst dem Teig auch noch Aromen wie Zitrone, Vanille oder Zimt hinzufügen, um ihm einen besonderen Geschmack zu verleihen. Nachdem er zubereitet ist und eine Weile ruhen durfte, wird er zu kleinen Kugeln geformt und im heißen Fett goldbraun ausgebacken. Schau dir dazu gerne vorher unseren Ratgeber zum Thema Frittieren an, um das schönste Ergebnis zu erhalten. Dann wird die Leckerei noch heiß mit Puderzucker bestäubt oder in Zimt und Zucker gewälzt.

Das süße Kleingebäck schmeckt nicht nur an den närrischen Tagen köstlich, sondern ist auch ein toller Snack für zwischendurch und eine Bereicherung für jede festliche Kaffeetafel.

Weitere Kleinigkeiten wie Quarkbällchen, Berliner oder unsere neun außergewöhnlichen Snacks für die spontane Karnevalsparty sind ideal für die feuchtfröhlichen Tage – probiere sie alle gleich aus!

Nonnenfürzle mit Vanillesoße, serviert auf einem Teller. Als Deko liegen Luftschlangen um den Teller.

Nonnenfürzle

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Zubereitungszeit 20 Minuten
Ruhezeit 50 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 10 Minuten
Portionen 40 Stück

Zutaten
  

  • 200 ml Milch
  • 300 g Mehl
  • 18 g Hefe
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Bio-Zitrone Schale
  • 40 g weiche Butter
  • 2 Eier
  • 60 g Rosinen
  • 750 ml Öl zum Frittieren
  • Puderzucker oder Zimt und Zucker zum Wälzen

Zubereitung
 

  • Erwärme die Milch. Siebe das Mehl in eine große Schüssel, drücke in die Mitte eine Mulde und brösele die Hefe hinein. Gib 1 EL Zucker und 2 EL lauwarme Milch dazu und verrühre alles mit etwas Mehl vom Rand zu einem Vorteig. Lasse den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort 20 Minuten gehen.
  • Gib anschließend die übrige Milch, den restlichen Zucker, das Salz, den Abrieb der Zitronenschale, die Butter und nach Belieben Rosinen zum Vorteig.
  • Verknete mit den Knethaken des Handmixers alles 5 Minuten lang zu einem glatten, geschmeidigen Hefeteig. Lasse den Teig zugedeckt an einem warmen Ort erneut 30 Minuten gehen.
  • Jetzt geht es ans Frittieren. Erhitze dazu das Öl in einem großen, hohen Topf. Stich mit zwei Teelöffeln etwas Teig ab, gib ihn in das heiße Öl und backe ihn 3 Minuten goldbraun.
  • Hole die Nonnenfürzle mit einer Schaumkelle aus dem Öl und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen.
  • Bestäube das Gebäck nach Belieben mit Puderzucker oder wälze sie in Zimtzucker.

Notizen

Wenn du keine Rosinen magst, kannst du die Nonnenfürzle einfach ohne backen.